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Gerichtssuche - Crimmitschau, Stadt

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Crimmitschau, Stadt

Der Ort Crimmitschau wurde 1222 als civitas bezeichnet und erhielt 1414 Schmöllner Stadtrecht. Nachdem Crimmitschau 1456 vom Kurfürsten verlehnt worden war, blieb es bis ins 19. Jahrhundert eine Vasallenstadt. Die Patrimonialgerichtsbarkeit über die Stadt lag beim Rittergut Crimmitschau. Dessen Gerichtsdirektor stand dem mit einigen Schöppen besetzten Stadtgericht vor.
Der Stadtrat besaß ein Haus in Wahlen und das Rittergut Kitschergut (ab 1571) und übte dort die Gerichtsbarkeit aus. Das Rittergut Crimmitschau wurde 1841 zwangsversteigert und am 28. August 1841 von der Stadtgemeinde erworben.[01]
Das Stadtgericht besaß die Gerichtsbarkeit über Güter in Crimmitschau, Kitzschergut, Leitelshain, Wahlen und Waldsachsen (bei Meerane).

Mit der Verstaatlichung der Justiz in Sachsen ging die Gerichtsbarkeit der Stadt am 1. September 1853 an das Königliche Landgericht Crimmitschau.

Es sind 64 Gerichtsbücher für den Zeitraum von 1479 bis 1849 überliefert.

Korrespondierende Bestände:
12840 Stadt Crimmitschau
32923 Stadt Crimmitschau

[01] Christian Friedrich Kästner, Chronik der Stadt Crimmitschau, Crimmitschau 1856, S. 52 f.